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wieviel-verdient.de Verdienste mit Quelle

So arbeiten wir

Woher die Zahlen kommen und was sie nicht können

Der wichtigste Unterschied zu den meisten Gehaltsseiten steht gleich am Anfang: Wir erheben keine eigenen Gehaltsdaten. Es gibt hier keine Umfrage, keine Nutzerdatenbank und keine Selbstauskünfte. Alle Verdienstangaben stammen aus der amtlichen Statistik und sind mit Quelle und Bezugsjahr gekennzeichnet.

Warum das ein Vorteil ist

Viele Gehaltsportale arbeiten mit Angaben, die Nutzer selbst eintragen. Das ist schnell und liefert viele Berufsbezeichnungen, hat aber drei Schwächen, die in den Ergebnissen selten offengelegt werden. Erstens tragen Menschen ihr Gehalt nicht zufällig ein, sondern überdurchschnittlich oft dann, wenn sie es vergleichen wollen. Zweitens lässt sich nicht prüfen, ob eine Angabe stimmt, ob sie brutto oder netto gemeint ist und ob Sonderzahlungen enthalten sind. Drittens ist die Zahl der Antworten pro Beruf oft klein, wird aber selten mit angegeben.

Die amtliche Statistik hat diese Schwächen nicht. Sie erhebt bei Betrieben statt bei Einzelpersonen, arbeitet mit definierten Abgrenzungen und veröffentlicht ihre Methodik. Dafür ist sie gröber: Sie kennt Wirtschaftszweige und Anforderungsniveaus, aber nicht jede Berufsbezeichnung, und sie erscheint mit Verzögerung.

Keine Zahl ohne Quelle und Bezugsjahr

Jede Verdienstangabe auf dieser Website steht mit der Stelle, aus der sie stammt, und mit dem Jahr, auf das sie sich bezieht. Wo uns eine belastbare Zahl fehlt, schreiben wir das hin, statt eine plausible Größenordnung zu ergänzen. Eine Zahl ohne Quelle ist auf einer Gehaltsseite keine Information, sondern eine Behauptung.

Wie wir vorgehen

  1. Quelle auswählen. Grundlage sind die Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zu Verdiensten und Verdienstunterschieden. Wo andere amtliche Stellen belastbarere Daten für eine Frage haben, nennen wir sie ausdrücklich.
  2. Abgrenzung prüfen. Vor jeder Zahl steht die Frage, was genau sie misst: Stunden-, Monats- oder Jahresverdienst, mit oder ohne Sonderzahlungen, Vollzeit oder alle Beschäftigten, Median oder arithmetisches Mittel. Zwei Zahlen, die verschieden abgegrenzt sind, darf man nicht nebeneinanderstellen.
  3. Bezugsjahr mitführen. Verdienste ändern sich jährlich. Eine Zahl ohne Jahr ist wertlos, deshalb steht das Jahr immer dabei, auch wenn es den Text schwerfälliger macht.
  4. Einordnen statt bewerten. Wir erklären, was eine Zahl aussagt und was sie nicht aussagt. Beim Gender Pay Gap heißt das zum Beispiel, den Unterschied zwischen unbereinigtem und bereinigtem Wert zu erklären, statt eine der beiden Zahlen als die richtige auszugeben.
  5. Grenzen benennen. Am Ende steht, was sich aus den Daten nicht ableiten lässt. Das ist der Teil, den Vergleichsseiten am häufigsten weglassen.

Was wir nicht tun

Warum der Durchschnitt über Sie wenig aussagt

Ein Durchschnittswert beschreibt eine Gesamtheit, nicht einen Einzelfall. Zwischen zwei Menschen mit derselben Tätigkeit können Branche, Region, Betriebsgröße, Tarifbindung, Berufserfahrung und Arbeitszeit so weit auseinanderliegen, dass der Durchschnitt für beide eine schlechte Auskunft ist. Nutzen Sie die Zahlen als Orientierung für die Größenordnung, nicht als Maßstab für Ihre eigene Situation.

Korrekturen

Wenn Ihnen eine falsche oder veraltete Angabe auffällt, schreiben Sie an [email protected]. Korrekturen arbeiten wir ein und kennzeichnen sie.

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