Zum Inhalt springen
wieviel-verdient.de Verdienste mit Quelle
Menü
Logopädin übt mit einer erwachsenen Patientin die Aussprache vor einem Wandspiegel in einer hellen Praxis

Was verdient ein Logopäde?

Der mittlere Verdienst laut amtlicher Beschäftigtenstatistik, die Spanne dahinter und was den Betrag verschiebt

Logopädinnen und Logopäden verdienen in Vollzeit im Median 3.576 € brutto im Monat. Die mittleren 50 Prozent liegen zwischen 2.979 € und 4.179 € (Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025).

Auf dieser Seite
  1. Wo stehen Sie?
  2. Was die 3.576 € bedeuten
  3. Die Spanne: wer weniger, wer mehr verdient
  4. Verdienst nach Altersgruppe
  5. Verdienst nach Bundesland
  6. Was den Verdienst verschiebt
  7. Ausbildung, Zugang und Kosten
  8. Wie sieht der Arbeitsmarkt aus?
  9. Im Vergleich zu verwandten Berufen
  10. Im öffentlichen Dienst (TVöD)
  11. Eigene Praxis und Selbstständigkeit
  12. Brutto ist nicht netto
  13. Erfahrungen aus dem Beruf
  14. Häufige Fragen

Wo stehen Sie?

Regler auf Ihr Bruttogehalt schieben. Die Einordnung erscheint sofort.

50 % der Vollzeitbeschäftigten in diesem Beruf verdienen weniger als Sie.
Verdienstverteilung mit Ihrer Einordnung Modellierte Verteilung der Bruttomonatsverdienste. Die mittleren 50 Prozent liegen zwischen 2.979 € und 4.179 €, der Median bei 3.576 €. 2.979 € 4.179 € Median 3.576 € Sie
Median und Quartile stammen aus der amtlichen Statistik. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025. Der Kurvenverlauf dazwischen ist eine an diese drei Werte angepasste Lognormalverteilung, also ein Modell und keine erhobene Messreihe.
Amtlicher Median 3.576 € Entgeltatlas, Datenjahr 2025
Besucher sagen Noch niemand Seien Sie die oder der Erste ↑

Netto für diesen Betrag berechnen Im TVöD-VKA liegt E7 zwischen 3.294,98 € und 4.045,24 €.

Erfahrungen aus dem Beruf lesen Fortbildung, Tarif, Belastung: was Kolleginnen und Kollegen berichten
Woher diese Zahlen stammen

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgattung Sprachtherapie, Median-Bruttomonatsentgelt sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter, Datenjahr 2025, Stand 09/2026, entgeltatlas.arbeitsagentur.de. Die amtliche Berufssystematik führt Logopädinnen und Logopäden unter der Gattung Berufe in der Sprachtherapie, zusammen mit Sprachheilpädagogen und klinischen Linguisten, auf dem Anforderungsniveau Spezialist. Logopäden sind darin die mit Abstand größte Gruppe. Der Entgeltatlas beruht auf der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Erfasst sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Vollzeit. Beamte, Selbstständige und geringfügig Beschäftigte sind nicht enthalten. Ausgewiesen ist der Median, also der mittlere Wert, nicht das arithmetische Mittel. Die Werte beruhen auf 7.327 erfassten Vollzeitbeschäftigten. Das ist deutlich weniger als bei Physio- oder Ergotherapie, weshalb für die meisten Bundesländer kein eigener Wert ausgewiesen wird.

Was die 3.576 € bedeuten

Die 3.576 € sind der Median: Genau in der Mitte der Logopäden in Vollzeit verdient die eine Hälfte mehr, die andere weniger. Ein Median wird von sehr hohen Einzelverdiensten kaum bewegt und beschreibt die Lage der Mitte deshalb ehrlicher als ein Durchschnitt, der von wenigen Spitzenverdiensten nach oben gezogen wird.

Auf zwölf Monatsgehälter gerechnet entspricht der Median rund 42.912 Euro im Jahr. Diese Jahreszahl ist eine einfache Multiplikation aus dem monatlichen Median und keine eigene Erhebung. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind darin nicht enthalten, tarifgebundene Stellen zahlen sie zusätzlich.

Ein Wort zur Aussagekraft: Die Beschäftigtenstatistik erfasst nur Vollzeit. In der Logopädie arbeitet ein großer Teil in Teilzeit oder selbstständig in eigener Praxis, beides taucht hier nicht auf. Der Median beschreibt also die angestellten Vollzeitkräfte, nicht den ganzen Beruf.

Median statt Durchschnitt

Viele Gehaltsseiten nennen einen Durchschnitt. Weil Verdienste nach oben offen sind, liegt der Durchschnitt in aller Regel über dem Median. Wer wissen will, ob er über oder unter der Mitte liegt, vergleicht mit dem Median. Warum beide Werte auseinanderfallen, steht ausführlich unter Median oder Durchschnitt.

Die Spanne: wer weniger, wer mehr verdient

Ein einzelner Wert verdeckt, wie breit die Verdienste streuen. Der Entgeltatlas weist deshalb neben dem Median auch das untere und das obere Quartil aus. Zwischen beiden liegen die mittleren 50 Prozent der Logopäden in Vollzeit.

Bruttomonatsverdienst von Logopäden in Vollzeit, Median und Quartile. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025, Stand 09/2026.
Lage in der VerteilungBruttomonatsverdienstBedeutung
Unteres Quartil (25 %)2.979 €Ein Viertel verdient weniger
Median (50 %)3.576 €Die Mitte, die Hälfte darüber, die Hälfte darunter
Oberes Quartil (75 %)4.179 €Ein Viertel verdient mehr

Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.

Unterschied zwischen Frauen und Männern

Der Entgeltatlas weist die Verdienste auch getrennt nach Geschlecht aus. Männer verdienten im Median 3.978 € (Fallzahl 635). Frauen 3.547 € (Fallzahl 6.692). Der Abstand beträgt 431 Euro im Monat, das sind rund 11 Prozent bezogen auf den Verdienst der Männer (Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025).

Dieser Abstand vergleicht Gruppendurchschnitte innerhalb desselben Berufs und desselben Anforderungsniveaus, er misst also nicht, ob für dieselbe Tätigkeit unterschiedlich gezahlt wird. Wie solche Kennzahlen zu lesen sind, steht unter Gender Pay Gap.

Median und mittlere Verdienstspanne Die mittleren 50 Prozent verdienen zwischen 2.979 € und 4.179 €. Der Median liegt bei 3.576 €. mittlere 50 % 2.979 € unteres Quartil 3.576 € Median 4.179 € oberes Quartil
Ein Viertel verdient weniger als 2.979 €, ein Viertel mehr als 4.179 €, in der Mitte liegt der Median von 3.576 €. Bruttomonatsverdienst in Vollzeit. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025.

Verdienst nach Altersgruppe

Wer länger im Beruf ist, verdient im Mittel mehr. Der Entgeltatlas weist das allerdings nach Altersgruppen aus, nicht nach Berufsjahren. Wer mit 40 quer einsteigt, zählt hier zur mittleren Gruppe, obwohl er gerade erst anfängt. Die Zahlen zeigen also einen groben Verlauf, keine persönliche Gehaltskurve.

Bruttomonatsverdienst von Physiotherapeuten in Vollzeit nach Altersgruppe. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025, Stand 09/2026.
AltersgruppeMedianMittlere 50 ProzentBeschäftigte
Unter 25 Jahre in der Regel die ersten Berufsjahre 3.328 € 2.990 € bis 3.702 € 721
25 bis unter 55 Jahre die mit Abstand größte Gruppe 3.577 € 2.953 € bis 4.152 € 5.747
55 Jahre und älter späte Berufsjahre 4.099 € 3.164 € bis 5.082 € 859

Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.

In den ersten Berufsjahren liegt der Median bei 3.328 € und damit 248 € unter dem Wert für alle Altersgruppen. Das ist die realistischste Zahl für den Berufseinstieg, die die amtliche Statistik hergibt.

Der höhere Wert im Alter gilt nicht für alle

Bei den Beschäftigten ab 55 liegt der Median zwar bei 4.099 €, die mittleren 50 Prozent streuen dort aber von 3.164 € bis 5.082 €. Die Spanne ist damit deutlich breiter als in den ersten Berufsjahren. Ein Teil dieser Gruppe verdient also spürbar mehr, ein anderer Teil liegt weiterhin im unteren Bereich.

Verdienst nach Bundesland

Für diesen Beruf weist der Entgeltatlas nur für 4 Bundesländer einen eigenen Wert aus (Bayern 3.625 €, Niedersachsen 3.592 €, Nordrhein-Westfalen 3.571 €, Baden-Württemberg 3.494 €). In allen anderen Ländern sind zu wenige Beschäftigte in dieser Berufsgattung erfasst, um eine belastbare Zahl zu nennen. Eine Regionaltabelle würde deshalb überwiegend aus Lücken bestehen, und wir lassen sie weg. Der Bundeswert liegt bei 3.576 €.

Was den Verdienst verschiebt

Für die einzelnen Faktoren gibt es keine seriös belegbare Einzelzahl, die für alle Logopäden gleichzeitig gilt. Deshalb stehen hier Erklärungen statt Beträge. Für das Alter weist der Entgeltatlas eigene Zahlen aus, die im jeweiligen Abschnitt stehen.

Ausbildung, Zugang und was sie kostet

Die Ausbildung dauert drei Jahre, findet an staatlich anerkannten Schulen statt und endet mit der staatlichen Prüfung (§ 4 Absatz 1 Gesetz über den Beruf des Logopäden). Sie ist eine schulische und keine betriebliche Ausbildung. Wer die Berufsbezeichnung führen will, braucht danach die staatliche Erlaubnis.

Vorgeschrieben sind 1.740 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht sowie 2.100 Stunden praktische Ausbildung, zusammen 3.840 Stunden (Anlagen 1 und 2 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden). Der Anteil der Praxis ist damit größer als der des Unterrichts: Allein 1.520 Stunden entfallen auf die Praxis der Logopädie, dazu kommen 340 Stunden Hospitationen. Die staatliche Prüfung umfasst fünf schriftliche Fächer zu je 90 Minuten, fünf mündliche Fächer und zwei praktische Aufgaben an Patientinnen und Patienten.

Zugelassen wird, wer eine abgeschlossene Realschulbildung oder eine gleichwertige Ausbildung nachweist, alternativ nach dem Hauptschulabschluss eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung (§ 4 Absatz 2 LogopG). Ein gesetzliches Mindestalter gibt es nicht. In der Praxis liegt die Hürde höher: Der Arbeitskreis Berufsgesetz beziffert die Abiturquote der Auszubildenden und Studierenden auf rund 90 Prozent.

Wird die Ausbildung bezahlt?

Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Ausbildungsvergütung

Das Logopädengesetz enthält keine Vergütungsregel, einen gesetzlichen Anspruch gibt es also nicht. Wer an einer privaten Berufsfachschule lernt, bekommt in der Regel kein Geld während der Ausbildung. Bezahlt wird nur, wenn der Ausbildungsträger tarifgebunden ist, etwa eine kommunale Klinik oder eine Universitätsklinik. Der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes nennt Logopädinnen und Logopäden dabei ausdrücklich (§ 1 Absatz 1 Buchstabe c Allgemeiner Teil).

Monatliche Ausbildungsvergütung für Logopäde bei einem Träger im Geltungsbereich des TVöD (Bund und Kommunen). Quelle: § 8 Absatz 2 TVAöD Besonderer Teil Pflege, Lesefassung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände.
Ausbildungsjahr ab 01.05.2026 bis 30.04.2026
1. Ausbildungsjahr 1.365,24 € 1.290,24 €
2. Ausbildungsjahr 1.425,30 € 1.350,30 €
3. Ausbildungsjahr 1.522,03 € 1.447,03 €

Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.

Die Beträge stammen aus § 8 TVAöD Besonderer Teil Pflege und sind bis zum 31. März 2027 gesichert. An Universitätskliniken der Länder gelten eigene Tarifverträge, teils mit höheren Sätzen: Die Uniklinik Ulm zahlt nach dem Tarifvertrag für Auszubildende der Universitätskliniken Baden-Württemberg ab 1. April 2026 monatlich 1.420,24, 1.480,30 und 1.577,03 Euro. Wie selten eine Vergütung insgesamt ist, zeigt die Trägerstruktur: Von 965 Absolvierenden des Jahres 2024 kamen 622 von privaten und nur 134 von öffentlichen Schulen.

Schulgeld

Ob Schulgeld anfällt, hängt vom Bundesland und vom Träger ab. Nordrhein-Westfalen übernimmt es seit dem 1. Januar 2021 zu 100 Prozent und hat die Regelung bis Ende 2031 verlängert, 2021 flossen dafür rund 43,2 Millionen Euro für etwa 8.400 Auszubildende aller Gesundheitsfachberufe. Niedersachsen fördert Berufsfachschulen in freier Trägerschaft auf Grundlage des Gesundheitsfachberufe-Schulfinanzierungsgesetzes. Anderswo zahlen Auszubildende weiter: In Baden-Württemberg verlangt die SRH Fachschule Karlsruhe ab Ausbildungsbeginn 2026 monatlich 198 Euro bei einem Landeszuschuss von 40 Euro, in Thüringen nehmen die Ludwig Fresenius Schulen Erfurt 130 Euro im Monat, während dieselbe Schulgruppe in Bochum und Chemnitz nichts verlangt.

Schulgeld immer bei der Schule und dem Land erfragen

Auch schulgeldfreie Schulen erheben oft Nebengebühren. Die Döpfer Schule München nimmt kein Schulgeld, aber 75 Euro Verwaltungsgebühr im Monat, 360 Euro Aufnahme- und 190 Euro Prüfungsgebühr. Dazu kommen berufsspezifische Kosten schon vor Ausbildungsbeginn: Manche Schulen verlangen ein phoniatrisches Gutachten über Stimme und Gehör, das rund 100 bis 150 Euro kostet. Verbindlich ist immer die Auskunft der jeweiligen Schule und der zuständigen Landesbehörde.

Logopäde studieren

Logopädie lässt sich auch studieren, und dieser Weg ist hier weiter verbreitet als in den Nachbarberufen. Die Modellklausel, unter der hochschulische Ausbildungen seit 2009 erprobt wurden, ist am 31. Dezember 2024 außer Kraft getreten. An ihre Stelle ist zum 1. Januar 2025 der neue § 8a LogopG getreten: Die Länder können die Ausbildung dauerhaft an Hochschulen durchführen lassen, mit mindestens 3.840 Stunden, davon 1.900 Stunden Praxis. Nach der Übersicht des Arbeitskreises Berufsgesetz gab es zum 1. Juli 2025 62 Studiengänge an 35 Hochschulen, davon 11 primärqualifizierend, 27 ausbildungsintegrierend und 18 additiv.

Auch hier trennt sich staatlich von privat deutlich: An der staatlichen Hochschule für Gesundheit Bochum kostet der primärqualifizierende Bachelor über sieben Semester keine Studiengebühren, sondern nur den Semesterbeitrag von 376,80 Euro. An der privaten Hochschule Fresenius kostet der vergleichbare Abschluss 625 Euro im Monat plus 695 Euro Anmeldegebühr. Für bereits ausgebildete Logopädinnen gibt es berufsbegleitende Aufbaustudiengänge, an der Hochschule Bochum ohne Studiengebühren.

Die angekündigte Reform

Eine Reform des Berufsgesetzes ist seit Jahren angekündigt. Der ursprüngliche Zeitplan der Bundesregierung sah das Inkrafttreten für die Physiotherapie 2025, für die Logopädie 2026 und für die Ergotherapie 2027 vor. Ein Referentenentwurf für ein neues Logopädie-Berufsgesetz ist bis heute nicht öffentlich. Das Bundesgesundheitsministerium hat 2024 und 2025 ein Eckpunktepapier mit einer einheitlich hochschulischen Ausbildung an die Länder gegeben, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigte am 12. November 2025 an, die Reform wieder aufzunehmen. Ein konkreter Zeitplan fehlt weiterhin.

Quellen: Gesetz über den Beruf des Logopäden (LogopG) §§ 1, 2, 4, 8a, 11 sowie Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden (LogAPrO) §§ 1, 2 und Anlagen 1 und 2, jeweils gesetze-im-internet.de, geltende Fassung 2024; TVAöD Allgemeiner Teil § 1 und Besonderer Teil Pflege §§ 1a, 8, Stand des Tarifabschlusses vom 06.04.2025, Laufzeit bis 31.03.2027; Statistisches Bundesamt, Schulen des Gesundheitswesens, Schuljahr 2024/2025 und Abschlussjahr 2024; Arbeitskreis Berufsgesetz, Studiengangsübersicht Stand 01.07.2025; Land Nordrhein-Westfalen, Schulgeldübernahme seit 01.01.2021; Angaben einzelner Schulen und Hochschulen, abgerufen im September 2026. Die Angaben zu Schulgeld und Studiengebühren sind Stichproben und keine vollständige Übersicht.

Wie sieht der Arbeitsmarkt aus?

Die Verdienstzahlen oben stammen aus der amtlichen Statistik und beziehen sich auf das Datenjahr 2025. Wie die Lage heute aussieht, zeigt ein Blick in die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Beim Abruf am 02.09.2026 waren dort 1.504 Stellen zum Suchbegriff Logopäde ausgeschrieben.

1.504 ausgeschriebene Stellen zum Suchbegriff Logopäde
82 % bieten Vollzeit an 1.236 Anzeigen
79 % Teilzeit möglich 1.187 Anzeigen
68 % ausdrücklich unbefristet 1.025 Anzeigen
1 % aus Arbeitnehmerüberlassung 16 Anzeigen
18 Ausbildungsstellen in derselben Suche

Vollzeit und Teilzeit addieren sich nicht auf 100 Prozent

Viele Anzeigen bieten beides an, deshalb zählt eine Stelle in beiden Werten mit. Die Prozentzahlen beschreiben also, bei wie vielen Anzeigen die jeweilige Arbeitszeit möglich ist, nicht wie viele Stellen tatsächlich so besetzt werden. Ebenso wenig lässt sich die Zahl der offenen Stellen mit der Zahl der Beschäftigten zu einer Quote verrechnen: Eine Anzeige kann mehrere Stellen meinen, und nicht jede offene Stelle wird gemeldet.

Für Quereinsteiger sind 15 Anzeigen ausdrücklich gekennzeichnet, das sind rund 1 Prozent. Das ist wenig und passt zu einem Beruf, der eine staatliche Prüfung voraussetzt. Die Zahlen sind ein Tagesstand und ändern sich laufend.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jobsuche-API Version 6, Suchbegriff Logopäde, Abruf am 02.09.2026. Grundgesamtheit sind die zu diesem Zeitpunkt in der Jobbörse veröffentlichten Stellenangebote, nicht alle offenen Stellen am Markt. Die Facetten der Schnittstelle sind mehrfachbelegt, eine Anzeige kann in mehreren Kategorien gezählt werden.

Im Vergleich zu verwandten Berufen

Alle Werte in dieser Tabelle gelten für dasselbe Anforderungsniveau (Spezialist), dasselbe Datenjahr und für Deutschland insgesamt. Nur so ist der Vergleich überhaupt zulässig.

Bruttomonatsverdienst in Vollzeit im Vergleich, Median und Fallzahl. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025, Stand 09/2026.
BerufMedianUnterschiedBeschäftigte
Logopäde 3.576 € dieser Beruf 7.327
Ergotherapie 3.695 € +119 € 21.410
Physiotherapie 3.452 € -124 € 62.793

Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.

Verglichen werden unterschiedliche Berufsgattungen mit jeweils eigener Grundgesamtheit. Unterschiede, die kleiner sind als die mittlere Spanne innerhalb eines Berufs, taugen deshalb nicht als Aussage über den einzelnen Arbeitsplatz.

Logopäde im öffentlichen Dienst (TVöD)

Wer bei einem kommunalen Träger, in einer Klinik oder einer Reha-Einrichtung des öffentlichen Dienstes arbeitet, wird nach dem TVöD-VKA vergütet. Staatlich anerkannte Logopädinnen und Logopäden werden in die Entgeltgruppe 7 eingruppiert. Ohne staatliche Anerkennung gilt die Entgeltgruppe 5.

Monatliches Tabellenentgelt im TVöD-VKA für die in der Logopädie belegten Entgeltgruppen, alle Stufen, gültig 01.05.2026 bis 31.03.2027. Quelle: TVöD-VKA Entgelttabelle 2026.
GruppeStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E5 (ohne Anerkennung)3.124,08 €3.318,04 €3.449,05 €3.587,78 €3.703,66 €3.783,33 €
E7 (typisch)3.294,98 €3.537,94 €3.682,69 €3.828,76 €3.969,05 €4.045,24 €
E8 (schwierige Aufgaben)3.486,40 €3.697,29 €3.843,36 €3.992,40 €4.153,50 €4.230,97 €

Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.

Der Stufenaufstieg folgt festen Zeiten: ein Jahr in Stufe 1, zwei Jahre in Stufe 2, drei Jahre in Stufe 3, vier Jahre in Stufe 4 und fünf Jahre in Stufe 5 (§ 16 TVöD-VKA). Von Stufe 1 bis Stufe 6 vergehen insgesamt 15 Jahre. Dazu kommt die Jahressonderzahlung, die ab 2026 einheitlich 85 Prozent eines Monatsentgelts beträgt.

Die Eingruppierung hängt von der Tätigkeit ab

Ob die Entgeltgruppe 8 greift, wird nach Arbeitsvorgängen bestimmt. Geprüft wird also, ob schwierige Aufgaben zeitlich mindestens ein Viertel der Arbeitszeit ausmachen. Maßgeblich sind die Entgeltordnung zum TVöD und der konkrete Arbeitsvertrag, nicht allein der Abschluss.

Eigene Praxis und Selbstständigkeit

Für Logopäden mit eigener Praxis gibt es keine amtliche Verdienstzahl. Die Beschäftigtenstatistik, auf der der Entgeltatlas beruht, erfasst ausschließlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Selbstständige und ihre Gewinneinkünfte sind darin nicht enthalten, dafür ist diese Statistik nicht die Quelle.

Was am Ende bleibt, hängt bei einer Praxis von Umsatz, Auslastung, Kassenzulassung, Zahl der Angestellten und den laufenden Kosten für Räume, Material und Verwaltung ab. Diese Größen unterscheiden sich so stark, dass ein pauschaler Betrag hier in die Irre führen würde.

Brutto ist nicht netto

Alle genannten Werte sind Bruttoverdienste. Was davon auf dem Konto ankommt, hängt von Merkmalen ab, die von Person zu Person verschieden sind: Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuerpflicht, Bundesland und der Zusatzbeitrag der Krankenkasse. Ein allgemeingültiges Netto zu einem Bruttoverdienst gibt es deshalb nicht.

Für die konkrete Berechnung ist der offizielle Lohn- und Einkommensteuerrechner des Bundesministeriums der Finanzen die richtige Anlaufstelle: bmf-steuerrechner.de. Wie die Abzugsarten zusammenspielen, steht unter Brutto und Netto.

Keine Steuer- oder Rechtsberatung

Diese Seite ordnet Statistik ein und ersetzt keine Beratung. Für die persönliche Steuerlast und alles, was von der individuellen Lebenssituation abhängt, sind der offizielle Rechner des Bundesministeriums der Finanzen sowie eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater beziehungsweise ein Lohnsteuerhilfeverein zuständig.

Erfahrungen aus dem Beruf

Wie ist die Arbeit als Logopäde wirklich? Ihre Erfahrung hilft allen, die den Beruf gerade lernen, wechseln oder verhandeln wollen. Freiwillig, ohne Namen, ohne Anmeldung.

Ihre Erfahrung beisteuern optional

Wird vor der Veröffentlichung geprüft. Anonym, ohne Namen und ohne Nennung von Arbeitgebern. Datenschutz.

Häufige Fragen zum Gehalt von Logopäden

Wie viel verdient ein Logopäde im Monat?

Der Median liegt bei 3.576 Euro brutto im Monat für eine Vollzeitstelle (Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgattung Sprachtherapie, Datenjahr 2025, Stand 09/2026). Die mittleren 50 Prozent verdienen zwischen 2.979 und 4.179 Euro. Das ist ein Median, kein Durchschnitt, und er gilt für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Vollzeit, nicht für Selbstständige.

Was verdient ein Logopäde am Berufsanfang?

In der Altersgruppe unter 25 Jahren liegt der Median bei 3.328 Euro brutto im Monat und damit 248 Euro unter dem Wert für alle Altersgruppen (Entgeltatlas, Datenjahr 2025). Der Entgeltatlas weist Altersgruppen aus, nicht Berufsjahre. Im öffentlichen Dienst ist die Stufe 1 der Entgeltgruppe 7 mit 3.294,98 Euro der tarifliche Einstiegswert (TVöD-VKA, gültig ab 01.05.2026).

Wird die Ausbildung zum Logopäden bezahlt?

In der Regel nicht. Das Logopädengesetz enthält keine Vergütungsregel, einen gesetzlichen Anspruch gibt es also nicht. Nur wenn der Ausbildungsträger tarifgebunden ist, wird gezahlt: nach TVAöD ab 01.05.2026 zwischen 1.365,24 und 1.522,03 Euro je nach Ausbildungsjahr. Das ist die Ausnahme, denn von 965 Absolvierenden des Jahres 2024 kamen 622 von privaten und nur 134 von öffentlichen Schulen (Statistisches Bundesamt, Schulen des Gesundheitswesens, Abschlussjahr 2024).

Was verdient ein Logopäde netto?

Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil Steuerklasse, Kirchensteuer, Bundesland, Kinderfreibeträge und der Zusatzbeitrag der Krankenkasse das Ergebnis verändern. Die konkrete Berechnung gehört in den offiziellen Lohn- und Einkommensteuerrechner des Bundesministeriums der Finanzen.

Verdient ein Logopäde mehr als ein Physiotherapeut oder Ergotherapeut?

Die Logopädie liegt mit 3.576 Euro im Median zwischen den beiden: 124 Euro über der Physiotherapie (3.452 Euro) und 119 Euro unter der Ergotherapie (3.695 Euro), jeweils Vollzeit und auf dem Anforderungsniveau Spezialist (Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025). Verglichen werden dabei unterschiedliche Berufsgattungen mit eigener Grundgesamtheit, für den einzelnen Arbeitsplatz sagen die Abstände deshalb wenig aus.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgattung Sprachtherapie, Median-Bruttomonatsentgelt sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter sowie Quartile und Altersgliederung, Datenjahr 2025, Stand 09/2026; Bundesagentur für Arbeit, Jobsuche-API Version 6, Abruf 02.09.2026; TVöD-VKA Entgelttabelle, gültig 01.05.2026 bis 31.03.2027; Entgeltordnung VKA; Gesetz über den Beruf des Logopäden und Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden. Die Werte gelten für abhängig Beschäftigte in Vollzeit. Selbstständige sind in der Verdienststatistik nicht enthalten. Fehler oder veraltete Angaben bitte an [email protected] melden.

Weiterlesen