Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten verdienen in Vollzeit im Median 3.452 € brutto im Monat. Die mittleren 50 Prozent liegen zwischen 2.928 € und 4.062 € (Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025).
Auf dieser Seite
- Wo stehen Sie?
- Was die 3.452 € bedeuten
- Die Spanne: wer weniger, wer mehr verdient
- Verdienst nach Altersgruppe
- Verdienst nach Bundesland
- Was den Verdienst verschiebt
- Ausbildung, Zugang und Kosten
- Wie sieht der Arbeitsmarkt aus?
- Im Vergleich zu verwandten Berufen
- Verdienst nach Anforderungsniveau
- Im öffentlichen Dienst (TVöD)
- Eigene Praxis und Selbstständigkeit
- Brutto ist nicht netto
- Erfahrungen aus dem Beruf
- Häufige Fragen
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Regler auf Ihr Bruttogehalt schieben. Die Einordnung erscheint sofort.
Netto für diesen Betrag berechnen Im TVöD-VKA liegt E7 zwischen 3.294,98 € und 4.045,24 €.
Erfahrungen aus dem Beruf lesen Fortbildung, Tarif, Belastung: was Kolleginnen und Kollegen berichtenWoher diese Zahlen stammen
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Beruf Physiotherapie, Median-Bruttomonatsentgelt sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter, Datenjahr 2025, Stand 08/2026, entgeltatlas.arbeitsagentur.de. Der Entgeltatlas beruht auf der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Erfasst sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Vollzeit. Beamte, Selbstständige und geringfügig Beschäftigte sind nicht enthalten. Ausgewiesen ist der Median, also der mittlere Wert, nicht das arithmetische Mittel. Die Werte gelten für die Berufsgattung "Berufe in der Physiotherapie, komplexe Spezialistentätigkeiten" auf dem Anforderungsniveau Spezialist und beruhen auf 62.793 erfassten Vollzeitbeschäftigten.
Was die 3.452 € bedeuten
Die 3.452 € sind der Median: Genau in der Mitte der Physiotherapeuten in Vollzeit verdient die eine Hälfte mehr, die andere weniger. Ein Median wird von sehr hohen Einzelverdiensten kaum bewegt und beschreibt die Lage der Mitte deshalb ehrlicher als ein Durchschnitt, der von wenigen Spitzenverdiensten nach oben gezogen wird. Für die Frage "Wo stehe ich?" ist der Median das passende Maß, solange die eigene Situation zur Grundgesamtheit passt, hier also abhängige Beschäftigung in Vollzeit.
Auf zwölf Monatsgehälter gerechnet entspricht der Median rund 41.424 Euro im Jahr. Diese Jahreszahl ist eine einfache Multiplikation aus dem monatlichen Median und keine eigene Erhebung. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind darin nicht enthalten, tarifgebundene Stellen zahlen sie zusätzlich.
Median statt Durchschnitt
Viele Gehaltsseiten nennen einen Durchschnitt. Weil Verdienste nach oben offen sind, liegt der Durchschnitt in aller Regel über dem Median. Wer wissen will, ob er über oder unter der Mitte liegt, vergleicht mit dem Median. Warum beide Werte auseinanderfallen, steht ausführlich unter Median oder Durchschnitt.
Die Spanne: wer weniger, wer mehr verdient
Ein einzelner Wert verdeckt, wie breit die Verdienste streuen. Der Entgeltatlas weist deshalb neben dem Median auch das untere und das obere Quartil aus. Zwischen beiden liegen die mittleren 50 Prozent der Physiotherapeuten in Vollzeit.
| Lage in der Verteilung | Bruttomonatsverdienst | Bedeutung |
|---|---|---|
| Unteres Quartil (25 %) | 2.928 € | Ein Viertel verdient weniger |
| Median (50 %) | 3.452 € | Die Mitte, die Hälfte darüber, die Hälfte darunter |
| Oberes Quartil (75 %) | 4.062 € | Ein Viertel verdient mehr |
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
Unterschied zwischen Frauen und Männern
Der Entgeltatlas weist die Verdienste auch getrennt nach Geschlecht aus. Männer in der Physiotherapie verdienten im Median 3.648 € (Fallzahl 23.922), Frauen 3.316 € (Fallzahl 38.871). Der Abstand beträgt 332 Euro im Monat, das sind rund 9 Prozent bezogen auf den Verdienst der Männer (Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025).
Dieser Abstand vergleicht Gruppendurchschnitte innerhalb desselben Berufs und desselben Anforderungsniveaus, er misst also nicht, ob für dieselbe Tätigkeit unterschiedlich gezahlt wird. Wie solche Kennzahlen zu lesen sind, steht unter Gender Pay Gap.
Verdienst nach Altersgruppe
Wer länger im Beruf ist, verdient im Mittel mehr. Der Entgeltatlas weist das allerdings nach Altersgruppen aus, nicht nach Berufsjahren. Wer mit 40 quer einsteigt, zählt hier zur mittleren Gruppe, obwohl er gerade erst anfängt. Die Zahlen zeigen also einen groben Verlauf, keine persönliche Gehaltskurve.
| Altersgruppe | Median | Mittlere 50 Prozent | Beschäftigte |
|---|---|---|---|
| Unter 25 Jahre in der Regel die ersten Berufsjahre | 3.216 € | 2.931 € bis 3.518 € | 6.210 |
| 25 bis unter 55 Jahre die mit Abstand größte Gruppe | 3.469 € | 2.933 € bis 4.042 € | 47.110 |
| 55 Jahre und älter späte Berufsjahre | 3.734 € | 2.888 € bis 4.804 € | 9.473 |
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
In den ersten Berufsjahren liegt der Median bei 3.216 € und damit 236 € unter dem Wert für alle Altersgruppen. Das ist die realistischste Zahl für den Berufseinstieg, die die amtliche Statistik hergibt.
Der höhere Wert im Alter gilt nicht für alle
Bei den Beschäftigten ab 55 liegt der Median zwar bei 3.734 €, die mittleren 50 Prozent streuen dort aber von 2.888 € bis 4.804 €. Die Spanne ist damit deutlich breiter als in den ersten Berufsjahren. Ein Teil dieser Gruppe verdient also spürbar mehr, ein anderer Teil liegt weiterhin im unteren Bereich.
Verdienst nach Bundesland
Zwischen den Bundesländern liegen 752 € im Monat. Am meisten wird in Berlin gezahlt (3.848 €), am wenigsten in Thüringen (3.096 €). Der Bundeswert liegt bei 3.452 €.
| Bundesland | Median | Mittlere 50 Prozent | Beschäftigte | Rang |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 3.521 € | 2.994 € bis 4.137 € | 7.699 | 3 von 15 |
| Bayern | 3.489 € | 2.977 € bis 4.082 € | 9.964 | 6 von 15 |
| Berlin | 3.848 € | 3.216 € bis 4.502 € | 2.287 | 1 von 15 |
| Brandenburg | 3.433 € | 2.895 € bis 4.004 € | 1.927 | 9 von 15 |
| Bremen | Nicht ausgewiesen, die Fallzahl ist zu klein für eine belastbare Angabe. | |||
| Hamburg | 3.708 € | 3.131 € bis 4.301 € | 1.315 | 2 von 15 |
| Hessen | 3.500 € | 2.984 € bis 4.130 € | 3.937 | 4 von 15 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 3.243 € | 2.778 € bis 3.825 € | 1.373 | 12 von 15 |
| Niedersachsen | 3.373 € | 2.871 € bis 3.950 € | 5.862 | 10 von 15 |
| Nordrhein-Westfalen | 3.498 € | 2.993 € bis 4.120 € | 15.235 | 5 von 15 |
| Rheinland-Pfalz | 3.442 € | 2.919 € bis 4.020 € | 3.365 | 8 von 15 |
| Saarland | 3.371 € | 2.941 € bis 4.097 € | 699 | 11 von 15 |
| Sachsen | 3.100 € | 2.681 € bis 3.613 € | 3.395 | 14 von 15 |
| Sachsen-Anhalt | 3.204 € | 2.754 € bis 3.743 € | 1.871 | 13 von 15 |
| Schleswig-Holstein | 3.461 € | 2.959 € bis 4.048 € | 1.867 | 7 von 15 |
| Thüringen | 3.096 € | 2.673 € bis 3.664 € | 1.555 | 15 von 15 |
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
Verdienst in einzelnen Großstädten
Für einzelne Großstädte weist der Entgeltatlas eigene Werte aus, sofern dort genug Beschäftigte erfasst sind.
| Stadt | Median | Mittlere 50 Prozent | Beschäftigte |
|---|---|---|---|
| Dortmund | 3.601 € | 3.063 € bis 4.217 € | 540 |
| Düsseldorf | 3.685 € | 3.188 € bis 4.267 € | 547 |
| Essen | 3.479 € | 3.006 € bis 4.206 € | 514 |
| Köln | 3.606 € | 3.074 € bis 4.290 € | 906 |
| München | 3.876 € | 3.311 € bis 4.504 € | 963 |
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
Ein höherer Verdienst ist nicht automatisch mehr Geld
Die Tabelle zeigt Bruttoverdienste, keine Kaufkraft. Wo mehr gezahlt wird, sind Mieten und Lebenshaltungskosten meist ebenfalls höher. Ein Unterschied von wenigen hundert Euro sagt deshalb wenig darüber aus, wie viel am Monatsende übrig bleibt.
Für Bremen, Dresden, Frankfurt am Main, Nürnberg, Hannover, Leipzig, Stuttgart weist der Entgeltatlas keinen Wert aus, weil dort zu wenige Beschäftigte in dieser Berufsgattung erfasst sind. Die Regionalwerte summieren sich deshalb auf 65.821 Beschäftigte, während der Bundeswert auf 62.793 beruht.
Die Spanne von rund 1.134 Euro zwischen unterem und oberem Quartil ist keine Frage von Zufall, sondern folgt aus wenigen Merkmalen: Anstellung, Tarifbindung, Qualifikation, Region und Berufserfahrung. Diese Faktoren erklären den Großteil der Unterschiede.
Was den Verdienst verschiebt
Für die einzelnen Faktoren gibt es keine seriös belegbare Einzelzahl, die für alle Physiotherapeuten gleichzeitig gilt. Deshalb stehen hier Erklärungen statt Beträge.
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Anstellung und Träger
Eine Klinik oder ein kommunaler Träger zahlt nach Tarif, meist über dem Niveau kleiner Privatpraxen. Die Anstellung ist der stärkste einzelne Hebel auf den Monatsbetrag.
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Qualifikation und Zertifikate
Zertifikatspositionen wie Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage, Bobath oder eine osteopathische Ausbildung erweitern das Leistungsspektrum und damit die Verhandlungsbasis.
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Region
Verdienstniveaus folgen der regionalen Wirtschaftsstruktur und den Lebenshaltungskosten. Der Entgeltatlas weist die Unterschiede regional gesondert aus, Ballungsräume liegen meist über dem Bundeswert.
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Berufserfahrung
Mit den Jahren steigen Routine, Verantwortung und Verhandlungsposition. In tarifgebundenen Stellen bildet sich das direkt in den Stufen der Entgeltgruppe ab.
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Setting
Angestellt in Praxis, Klinik oder Reha, oder selbstständig mit eigener Praxis: Das Setting entscheidet über Tarifbindung, Sonderzahlungen und das Verhältnis von Verdienst und Risiko.
Ausbildung, Zugang und was sie kostet
Die Ausbildung dauert drei Jahre, wird an staatlich anerkannten Schulen vermittelt und schließt mit der staatlichen Prüfung ab (§ 9 Masseur- und Physiotherapeutengesetz).
Vorgeschrieben sind 2.900 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht sowie 1.600 Stunden praktische Ausbildung, zusammen 4.500 Stunden (§ 1 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten).
Für den Zugang genügt der Realschulabschluss oder eine gleichwertige zehnjährige Schulbildung, alternativ eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung nach dem Hauptschulabschluss. Abitur ist nicht erforderlich. Zweite gesetzliche Voraussetzung ist die gesundheitliche Eignung für den Beruf (§ 10 MPhG).
Wird die Ausbildung bezahlt?
Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Ausbildungsvergütung
Das Masseur- und Physiotherapeutengesetz enthält keine Vorschrift über eine Vergütung. Wer an einer privaten Berufsfachschule lernt, bekommt deshalb in der Regel kein Geld während der Ausbildung. Bezahlt wird nur, wenn die Ausbildung bei einem tarifgebundenen Träger stattfindet, also etwa an einer kommunalen Klinik oder einer Universitätsklinik.
| Ausbildungsjahr | ab 01.05.2026 | bis 30.04.2026 |
|---|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 1.365,24 € | 1.290,24 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.425,30 € | 1.350,30 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.522,03 € | 1.447,03 € |
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
Diese Vergütungstabelle kann frühestens zum 31. März 2027 gekündigt werden, bis dahin sind die Beträge gesichert. An Universitätskliniken der Bundesländer gilt nicht der TVAöD, sondern der Tarifvertrag für Auszubildende der Länder. Dort stiegen die Ausbildungsentgelte rückwirkend zum 1. April 2026 um einen Festbetrag von 60 Euro im Monat. Eine Vergütung an Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern gibt es in der Physiotherapie seit dem 1. Januar 2019.
Schulgeld
An privaten Berufsfachschulen wird häufig Schulgeld erhoben. Abgeschafft ist es nicht, die Bundesländer federn es aber unterschiedlich ab. Nach Angaben des Deutschen Verbands für Physiotherapie profitieren 14 der 16 Bundesländer von vollständiger Schulgeldfreiheit oder einer deutlichen Kostenreduzierung (Stand des Dokuments: November 2025). Nordrhein-Westfalen etwa übernimmt das Schulgeld seit dem 1. Januar 2021 zu 100 Prozent. In Hessen ist die Übernahme befristet und läuft nach derzeitiger Rechtslage Ende 2027 aus.
Schulgeld immer bei der Schule und dem Land erfragen
Die Regelungen unterscheiden sich je Bundesland, sind teilweise befristet und ändern sich regelmäßig. Eine allgemeine Zahl wäre hier schnell falsch. Verbindlich ist immer die Auskunft der jeweiligen Schule und der zuständigen Landesbehörde.
Physiotherapeut studieren
Der Beruf lässt sich auch studieren. Es gibt drei Modelle: primärqualifizierend, ausbildungsintegrierend als duales Studium und berufsbegleitend nach abgeschlossener Ausbildung. Ein primärqualifizierendes Studium führt in einer Regelstudienzeit von sieben bis acht Semestern gleichzeitig zur staatlichen Prüfung und zum Bachelor. Die befristete Modellklausel, unter der die Studiengänge seit 2009 erprobt wurden, ist Ende 2024 ausgelaufen. An ihre Stelle ist eine unbefristete Öffnungsklausel getreten (§ 18a MPhG).
Bei den Kosten liegen Welten zwischen staatlich und privat: An einer staatlichen Hochschule fallen für EU-Studierende keine Studiengebühren an, an der Hochschule Furtwangen etwa 176 Euro pro Semester an Beiträgen (Studienjahr 2025/26). An der privaten Hochschule Fresenius in Köln kostet derselbe Abschluss 625 Euro pro Monat plus 695 Euro Anmeldegebühr (Abruf September 2026).
Die angekündigte Reform
Eine Reform des Berufsgesetzes ist seit Jahren angekündigt, aber nicht in Kraft. Der Referentenentwurf für ein Physiotherapieberufe-Reformgesetz stammt vom 21. Dezember 2023 und sah unter anderem eine verpflichtende Ausbildungsvergütung vor. Das Bundesgesundheitsministerium bezifferte die Kosten einer flächendeckenden Vergütung auf mindestens rund 441 Millionen Euro im Jahr. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD kündigt an, die Berufsgesetze für Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie zügig zu reformieren. Ein konkreter Zeitplan fehlt weiterhin.
Quellen: Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) §§ 9, 10, 18a, sowie Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten § 1, jeweils gesetze-im-internet.de, geltende Fassung 2026; § 8 Absatz 2 und § 20a TVAöD Besonderer Teil Pflege, Lesefassung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, gültig ab 01.05.2026; Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK), Zahlen, Daten, Fakten, Dokumentstand November 2025; Referentenentwurf PhyThBRefG vom 21.12.2023; Koalitionsvertrag CDU, CSU und SPD, 21. Legislaturperiode. Die Angaben zu Schulgeld und Studiengebühren sind Stichproben und keine vollständige Übersicht.
Wie sieht der Arbeitsmarkt aus?
Die Verdienstzahlen oben stammen aus der amtlichen Statistik und beziehen sich auf das Datenjahr 2025. Wie die Lage heute aussieht, zeigt ein Blick in die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Beim Abruf am 01.09.2026 waren dort 7.239 Stellen zum Suchbegriff Physiotherapeut ausgeschrieben.
Vollzeit und Teilzeit addieren sich nicht auf 100 Prozent
Viele Anzeigen bieten beides an, deshalb zählt eine Stelle in beiden Werten mit. Die Prozentzahlen beschreiben also, bei wie vielen Anzeigen die jeweilige Arbeitszeit möglich ist, nicht wie viele Stellen tatsächlich so besetzt werden. Ebenso wenig lässt sich die Zahl der offenen Stellen mit der Zahl der Beschäftigten zu einer Quote verrechnen: Eine Anzeige kann mehrere Stellen meinen, und nicht jede offene Stelle wird gemeldet.
Für Quereinsteiger sind 148 Anzeigen ausdrücklich gekennzeichnet, das sind rund 2 Prozent. Das ist wenig und passt zu einem Beruf, der eine staatliche Prüfung voraussetzt. Die Zahlen sind ein Tagesstand und ändern sich laufend.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jobsuche-API Version 6, Suchbegriff Physiotherapeut, Abruf am 01.09.2026. Grundgesamtheit sind die zu diesem Zeitpunkt in der Jobbörse veröffentlichten Stellenangebote, nicht alle offenen Stellen am Markt. Die Facetten der Schnittstelle sind mehrfachbelegt, eine Anzeige kann in mehreren Kategorien gezählt werden.
Im Vergleich zu verwandten Berufen
Alle Werte in dieser Tabelle gelten für dasselbe Anforderungsniveau (Spezialist), dasselbe Datenjahr und für Deutschland insgesamt. Nur so ist der Vergleich überhaupt zulässig.
| Beruf | Median | Unterschied | Beschäftigte |
|---|---|---|---|
| Physiotherapeut | 3.452 € | dieser Beruf | 62.793 |
| Ergotherapie | 3.695 € | +243 € | 21.410 |
| Logopädie | 3.576 € | +124 € | 7.327 |
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
Verglichen werden unterschiedliche Berufsgattungen mit jeweils eigener Grundgesamtheit. Unterschiede, die kleiner sind als die mittlere Spanne innerhalb eines Berufs, taugen deshalb nicht als Aussage über den einzelnen Arbeitsplatz.
Verdienst nach Anforderungsniveau
Die amtliche Berufssystematik unterscheidet innerhalb desselben Berufs mehrere Anforderungsniveaus. Sie beschreiben, wie anspruchsvoll die ausgeübte Tätigkeit ist, nicht allein den Abschluss.
- Fachkraft 3.167 € 7.395 Beschäftigte
- Spezialist 3.452 € 62.793 Beschäftigte · auf dieser Seite beschrieben
Weitere Anforderungsniveaus sind hier nicht aufgeführt, weil die Fallzahl zu klein ist oder der Unterschied zum ausgewiesenen Wert zu gering, um daraus etwas abzuleiten.
Physiotherapeut im öffentlichen Dienst (TVöD)
Wer bei einem kommunalen Träger, in einer Klinik oder einer Reha-Einrichtung des öffentlichen Dienstes arbeitet, wird nach dem TVöD-VKA vergütet. Examinierte Physiotherapeuten werden dabei typischerweise in die Entgeltgruppe E7 eingruppiert. Werden schwierige oder spezialisierte Tätigkeiten übertragen, sind die Gruppen E8 bis E9b möglich (Entgeltordnung zum TVöD, Beschäftigte in der Physiotherapie). Innerhalb einer Gruppe steigt das Entgelt mit den Stufen, also mit der Zeit im Beruf.
| Gruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| E7 (typisch) | 3.294,98 € | 3.537,94 € | 3.682,69 € | 3.828,76 € | 3.969,05 € | 4.045,24 € |
| E8 | 3.486,40 € | 3.697,29 € | 3.843,36 € | 3.992,40 € | 4.153,50 € | 4.230,97 € |
| E9a | 3.658,61 € | 3.877,94 € | 4.097,67 € | 4.586,77 € | 4.697,43 € | 4.979,97 € |
| E9b (Spezialisierung) | 3.779,84 € | 4.039,01 € | 4.203,56 € | 4.690,55 € | 4.979,11 € | 5.313,37 € |
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
Der Stufenaufstieg folgt festen Zeiten: ein Jahr in Stufe 1, zwei Jahre in Stufe 2, drei Jahre in Stufe 3, vier Jahre in Stufe 4 und fünf Jahre in Stufe 5 (§ 16 TVöD-VKA). Von Stufe 1 bis Stufe 6 vergehen bei ununterbrochener Tätigkeit in derselben Entgeltgruppe beim selben Arbeitgeber insgesamt 15 Jahre. Dazu kommt die Jahressonderzahlung, die ab 2026 einheitlich 85 Prozent eines Monatsentgelts beträgt, bemessen am Durchschnitt der Monate Juli bis September. Beschäftigte bei kommunalen Arbeitgebern sind zusätzlich über die Zusatzversorgungskasse oder die VBL pflichtversichert und erwerben dadurch eine Betriebsrente. Die Tabellenbeträge sind Vollzeitwerte, Vollzeit bedeutet im kommunalen Bereich 39 Wochenstunden, in kommunalen Krankenhäusern 38,5 Stunden.
Die Tabelle lässt sich seitlich wischen.
Die Eingruppierung hängt von der Tätigkeit ab
In welche Gruppe eine Stelle fällt, richtet sich nach den tatsächlich übertragenen Aufgaben, nicht allein nach dem Abschluss. Für dieselbe Ausbildung sind je nach Aufgabe und Verantwortung unterschiedliche Eingruppierungen möglich. Maßgeblich ist die Entgeltordnung zum TVöD und der konkrete Arbeitsvertrag.
Eigene Praxis und Selbstständigkeit
Für Physiotherapeuten mit eigener Praxis gibt es keine amtliche Verdienstzahl. Die Beschäftigtenstatistik, auf der der Entgeltatlas beruht, erfasst ausschließlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Selbstständige und ihre Gewinneinkünfte sind darin nicht enthalten, dafür ist diese Statistik nicht die Quelle.
Was am Ende bleibt, hängt bei einer Praxis von Umsatz, Auslastung, Kassenzulassung, Zahl der Angestellten und den laufenden Kosten für Räume, Geräte und Verwaltung ab. Diese Größen unterscheiden sich von Praxis zu Praxis so stark, dass ein pauschaler Betrag hier in die Irre führen würde. Wer belastbare Zahlen sucht, findet sie in einer betriebswirtschaftlichen Auswertung der eigenen Praxis, nicht in einer Verdienststatistik.
Brutto ist nicht netto
Alle genannten Werte sind Bruttoverdienste. Was davon auf dem Konto ankommt, hängt von Merkmalen ab, die von Person zu Person verschieden sind: Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuerpflicht, Bundesland und der Zusatzbeitrag der Krankenkasse. Ein allgemeingültiges Netto zu einem Bruttoverdienst gibt es deshalb nicht.
Für die konkrete Berechnung ist der offizielle Lohn- und Einkommensteuerrechner des Bundesministeriums der Finanzen die richtige Anlaufstelle: bmf-steuerrechner.de. Wie die Abzugsarten zusammenspielen, steht unter Brutto und Netto.
Keine Steuer- oder Rechtsberatung
Diese Seite ordnet Statistik ein und ersetzt keine Beratung. Für die persönliche Steuerlast und alles, was von der individuellen Lebenssituation abhängt, sind der offizielle Rechner des Bundesministeriums der Finanzen sowie eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater beziehungsweise ein Lohnsteuerhilfeverein zuständig.
Erfahrungen aus dem Beruf
Wie ist die Arbeit als Physiotherapeut wirklich? Ihre Erfahrung hilft allen, die den Beruf gerade lernen, wechseln oder verhandeln wollen. Freiwillig, ohne Namen, ohne Anmeldung.
Ihre Erfahrung beisteuern optional
- Was mehr gebracht hat: „Fortbildung Manuelle Therapie, rund 10 Prozent mehr.“
- Tarif und Arbeitgeber: „Wechsel in Tarifgruppe E9b, rund 20 Prozent mehr.“
- Wie hart es ist: „Körperlich sehr anstrengend.“ oder „Oft Nachtschichten.“
- Was Sie vorher gern gewusst hätten: beim Einstieg oder beim Wechsel.
Häufige Fragen zum Gehalt von Physiotherapeuten
Wie viel verdient ein Physiotherapeut im Monat?
Der Median liegt bei 3.452 € brutto im Monat für eine Vollzeitstelle (Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenjahr 2025, Stand 08/2026). Die mittleren 50 Prozent verdienen zwischen 2.928 € und 4.062 €. Das ist ein Median, kein Durchschnitt, und er gilt für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, nicht für Selbstständige.
Was verdient ein Physiotherapeut im öffentlichen Dienst?
Im TVöD-VKA werden examinierte Physiotherapeuten typischerweise in Entgeltgruppe E7 eingruppiert, das Tabellenentgelt reicht dort von 3.294,98 Euro in Stufe 1 bis 4.045,24 Euro in Stufe 6 (Stand 2026). Bei schwierigen oder spezialisierten Tätigkeiten sind die Gruppen E8 bis E9b möglich, in E9b bis 5.313,37 Euro.
Was verdient ein Physiotherapeut netto?
Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil Steuerklasse, Kirchensteuer, Bundesland, Kinderfreibeträge und der Zusatzbeitrag der Krankenkasse das Ergebnis verändern. Die Berechnung gehört in den offiziellen Lohn- und Einkommensteuerrechner des Bundesministeriums der Finanzen.
Wie viel verdient ein Physiotherapeut mit eigener Praxis?
Dafür gibt es keine amtliche Verdienstzahl. Der Entgeltatlas erfasst nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, nicht Selbstständige. Das Einkommen einer eigenen Praxis hängt von Umsatz, Auslastung, Kassenzulassung und Kosten ab.
Verdient man als Physiotherapeut gut?
Der berufsspezifische Median von 3.452 € brutto im Monat liegt unter dem gesamtwirtschaftlichen Verdienstniveau. Ein sauberer Vergleich muss denselben Personenkreis und dasselbe Maß verwenden, also Median mit Median. Die Jobsicherheit ist wegen des Fachkräftemangels hoch, nach oben führt der Weg vor allem über Tarif, Zusatzqualifikationen und Selbstständigkeit. Zur Einordnung: das Durchschnittsgehalt in Deutschland.
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Beruf Physiotherapie, Median-Bruttomonatsentgelt sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter und Quartile, Datenjahr 2025, Stand 08/2026, entgeltatlas.arbeitsagentur.de; TVöD-VKA Entgelttabelle, gültig 01.05.2026 bis 31.03.2027; Entgeltordnung zum TVöD, Beschäftigte in der Physiotherapie. Die Werte gelten für abhängig Beschäftigte in Vollzeit. Selbstständige sind in der Verdienststatistik nicht enthalten.